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Mobile Einsatzzentrale für Katastrophenschutz

Katastrophenschutz Das für den Ernstfall verantwortliche DRK in Weißwasser hat für 70 000 Euro ein neues Fahrzeug erhalten. Die Ehrenamtler haben sich dafür selbst engagiert. Von Christian Köhler

Der Einsatzzug des DRK Katastrophenschutz in Weißwasser hat ein neues Fahrzeug, was als zentrale Leitstelle im Ernstfall fungieren soll. Kreisbereitschaftsleiter Jan Bauer (l.) und Robert Dominik schauen sich die Technik an. Foto: Christian Köhler

Große Schadensereignisse wie Hochwasser oder Waldbrände können den Norden des Landkreises Görlitz immer einholen. Im Ernstfallist dann der Katastrophenschutz gefragt, der im Auftrag des Kreises durch den DRK Kreisverband Weißwasser neben Feuerwehr und Polizei für die erste Hilfe zuständig ist. Dazu etwa zählt die Versorgung der Einsatzkräfte oder der Bevölkerung. Dazu allerdings werden Technik, ausreichende Räumlichkeiten sowie jede Menge Ehrenamtler benötigt. Bereits im vergangenen Jahr haben das DRK und Kreisbereitschaftsleiter Jan Bauer mit großer Freude einen modernen Gerätewagen Versorgung erhalten. „Nun stand die nächste Erneuerung unserer Fahrzeugflotte auf dem Programm“, sagt Bauer.

"Wir sind stolz darauf, dass die Ausstattung genau nach unseren Wünschen eingebaut worden ist."
Jan Bauer, Kreisbereitschaftsleiter

Ihm und seinen Mitstreitern geht es dabei um eine mobile Einsatzleitstelle, die bislang von einem in die Jahre gekommenen Pkw übernommen wurde. Mit Hilfe von Dritten klappt Kauf
„Das Fahrzeug hat nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprochen, und wir haben uns vor Jahren schon daran gemacht, Mittel für ein neues akquirieren“, sagt der Kreisbereitschaftsleiter.
Gut Ding will Weile haben, ließe sich sagen. Nun aber ist der Wagen auf das Gelände an der Thomas-Jung-Straße in Weißwasser vorgefahren. Schon Ende 2019, so berichtet Uwe Schäfer vom ACO
Autohaus in Weißwasser, hatte das DRK Kontakt mit ihm aufgenommen. Es ging um den Kauf eines Transporters, der anschließend für die Zwecke des Katastrophenschutzes umgerüstet werden soll. „Wir haben uns finanziell und materiell mit eingebracht“, sagt Elisabeth Henke, Geschäftsführerin des Autohauses. Darüber hinaus, so berichtet DRK-Vorsitzende Barbara Koschkar, seien Eigenmittel und Fördermittel in das rund 70 000 Euro teure Auto geflossen. Moderne Technik ist Motivation „Wir haben es nach dem Kauf nach Sohland gebracht, wo eine Firma den Wagen umgerüstet und neue Aufbauten installiert hat“, erzählt Jan Bauer. Jede Menge Gehirnschmalz der gut 30 Katastrohenschützer in Weißwasser ist in die Frage der Ausstattung des Fahrzeugs geflossen. Digitalfunk, genügend Stauraum, diverse Einrichtungsgegenstände oder die Frage, wie lange das Fahrzeug Strom erzeugen kann – es musste an vieles gedacht werden. „Wir sind stolz darauf, dass wir uns eigenständig um das Auto bemüht haben und die Ausstattung genau nach unseren Wünschen eingebaut worden ist“, sagt Bauer. Während das alte Fahrzeug verschrottet wird, ist nun das neue in Betrieb genommen worden. „Für die Katastrophenschützer ist es eine Riesenmotivation, neue Technik zu bekommen und nicht mit gebrauchten Fahrzeugen auskommen zu müssen“, bekräftigt Barbara Koschkar. Das DRK allerdings steht weiterhin im Kontakt mit dem Landkreis, der Eigentümer des Geländes im Süden von Weißwasser ist. Denn schon bei der Anschaffung des Zwölftonners Gerätewagen Versorgung stand die Frage, wo die Fahrzeuge eigentlich untergebracht werden. Schon damals hat die Feuerwehr Weißwasser ausgeholfen, stellte Platz für das Auto zur Verfügung. „Es liegt aber noch keine Entscheidung vor, ob eine Unterstellmöglichkeit neu geschaffen und wie diese aussehen wird“, erklärt die DRK-Vorsitzende auf Nachfrage. Deshalb muss nun für das neue Fahrzeug ein älteres vor der Halle stehen. Nach langen Verhandlungen hat der Freistaat Sachsen im vergangenen Jahr immerhin seine Zuwendungen für den Katastrophenschutz erhöht. Neben eines höheren Pauschalbetrages für die Einsatzbereitschaft eines Zuges wird auch der Erwerb eines Lkw-Führerscheins nunmehr gefördert. Alle Forderungen des Katastrophenschutzes in Sachsen hat die Landesregierung allerdings noch nicht umgesetzt. „„Es geht nun endlich in die richtige Richtung““, kommentierte noch 2019 Markus Kremser vom Katastrophenschutz Görlitz, „aber wir brauchen dennoch dringend eine Novellierung der gesetzlichen Grundlagen“. Gerade in Sachen psychische Betreuung der Helfer und Gleichstellung zur Feuerwehr sei dies nötig.

Katastrophenschutz im Kreis Görlitz

Insgesamt gibt es im Landkreis Görlitz drei Einsatzzüge im Katastrophenschutz. Die Weißwasseraner teilen sich ihre Aufgaben mit den in Löbau sitzenden Kameraden: Weißwasser übernimmt die Versorgung und Betreuung, Löbau ist für Sanitätskomponenten im Ernstfall zuständig.

Quelle: Lausitzer Rundschau, Ausgabe Weißwasser vom 26.11.2020

27. November 2020 08:58 Uhr. Alter: 132 Tage